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Arzt-Termine: Ministerium will Ambulanz als Notlösung













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Arzt-Termine: Ministerium will Ambulanz als Notlösung
 


Niedergelassene Ärzte müssen künftig mit Gehaltseinbußen rechnen, falls Kassenpatienten zu lange auf einen Termin warten müssen. Das berichtet «Der Spiegel» unter Berufung auf den neuesten Entwurf für ein Gesetz zur ärztlichen Versorgung. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) wolle «gegen unbegründete und ungerechtfertigte Wartezeiten vorgehen, dazu werden verschiedene Vorschläge in der Koalition beraten», bestätigte ein Ministeriumssprecher den Bericht gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. «Die Vereinbarung von Terminen mit Fachärzten stößt in der Praxis vermehrt auf Schwierigkeiten», heißt es in der Vorlage aus dem Gesundheitsministerium. «Vermeidbare Wartezeiten» entstünden vor allem dann, wenn Hausärzte ihre Patienten an Fachärzte überwiesen. «Im Einzelfall als Ultima Ratio» müsse den Betroffenen deshalb künftig «die ambulante Behandlung im Krankenhaus ermöglicht werden», schreiben Bahrs Beamte laut «Spiegel». Die Kosten hierfür wolle das Ministerium den zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen in Rechnung stellen, genauso wie eine Pauschale für den «Vermittlungsaufwand». Das bedeute, dass die Selbstverwaltung der Ärzte am Ende weniger Geld für die Medizinerhonorare übrig hätte. In den vergangenen Monaten hatten die Krankenkassen immer wieder beklagt, dass viele Fachärzte Privatpatienten bevorzugten.

05.09.2011 l dpa
Foto: Fotolia/Freehand
 

 

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