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Mit Medikationsplan zur OP

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Mit Medikationsplan zur OP
 


Menschen mit Rheuma sollten ihren Medikationsplan oder ein Dokument, das sie als Rheumapatienten ausweist, mitbringen, wenn sie wegen einer Operation ins Krankenhaus gehen. Darauf wies Professor Dr. Stefan Rehart von der Goethe-Universität, Frankfurt am Main, bei der Eröffnungspressekonferenz zum 39. Rheumatologenkongress in München hin. Damit könne der Arzt rasch feststellen, welche Medikamente der Patient einnimmt und Besonderheiten rund um die OP beachten.

Beispielsweise sei die Belastbarkeit der Haut bei langfristiger Einnahme von Corticosteroiden stark herabgesetzt. Dies sei bei der Lagerung auf dem OP-Tisch zu beachten, um großflächige Ablederungen und Infekte zu vermeiden, sagte der Unfallchirurg. Bei Patienten mit schwerer Osteoporose und Deformierungen von Gelenken sei die korrekte Lagerung besonders wichtig, um iatrogene Brüche zu vermeiden. Eine langfristige Cortisoneinnahme in Kombination mit nicht steroidalen Antirheumatika und der durch die Verletzung und die Operation verursachte Stress könnten das Risiko für Magen-Darm-Blutungen erhöhen, sagte Rehart.

Ein Medikationsplan informiert den Arzt zudem über die rheumatologische Basismedikation. Denn wenn diese aus Unkenntnis plötzlich nicht mehr gegeben wird, kann die Grunderkrankung wieder aufflammen. Eine sichere Differenzierung von postoperativen Infekten sei häufig schwierig. Andererseits ist die Wundheilung unter der Einnahme von Corticoiden, NSAR und Biologika erschwert und Infektionen häufiger. (bmg)

02.09.2011 l PZ
Foto: Fotolia/Flippo
 

 

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