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Notfalllineal: Erst messen, dann dosieren

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Notfalllineal: Erst messen, dann dosieren
 


Ein «Pädiatrisches Notfalllineal» soll Notärzten und Rettungssanitätern helfen, Dosierungsfehler bei Kindern zu vermeiden. Ähnlich wie ein Zollstock lässt sich das Lineal ausklappen. Der Rettungsdienst kann so schnell die Körpergröße des verunglückten Kindes messen und findet auf dem Lineal angepasste Dosierangaben für die am häufigsten bei Notfällen eingesetzten Medikamente. Die Empfehlungen entsprechen den gültigen Leitlinien oder den Herstellerangaben. Das zertifizierte Medizinprodukt soll in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland nun flächendeckend eingesetzt werden, berichtet die Techniker Krankenkasse (TK). Das Notfalllineal geht auf eine Initiative der TK, der Notärzte im Südwesten sowie der Hilfsorganisationen Rotes Kreuz, Johanniter, Arbeiter Samariterbund und Malteser zurück.

Normalerweise werden viele Arzneistoffe bei Kindern nach Gewicht dosiert. Im Notfall steht aber keine Waage zur Verfügung. Über die Körpergröße kann am besten auf das Gewicht rückgeschlossen werden. Danach wird die Dosierung angepasst.

Hintergrund ist, dass Rettungseinsätze bei Kindern unter 14 Jahren nur rund 5 Prozent aller Notfälle ausmachen. Die Einsatzkräfte haben zum Teil wenig Routine im Umgang mit Kindern. Wie die TK berichtet, kommen Fehldosierungen dreimal so häufig vor wie bei Erwachsenen, mit zum Teil schwerwiegenden Folgen wie Atemlähmung und Herzstillstand.

Mehr unter www.notfalllineal.de

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02.08.2011 l PZ
Foto: Fotolia/Sefrie
 

 

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