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Weniger Salz im Essen wirkt sich kaum auf Gesundheit aus

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Weniger Salz im Essen wirkt sich kaum auf Gesundheit aus
 


Eine mäßige Reduktion des Kochsalzkonsums verlängert nicht das Leben und schützt auch nicht vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dies ergab ein Review, das in der aktuellen Ausgabe der «Cochrane Library» veröffentlicht wurde. Ein hoher Salzkonsum gilt als Risikofaktor für Bluthochdruck und damit für Herzerkrankungen.

Um zu testen, ob eine Reduktion der Salzaufnahme das Leben verlängert, führten Professor Dr. Rod Taylor und seine Kollegen von der University of Exeter eine systemische Literaturanalyse durch. Insgesamt sieben Studien mit fast 6500 Probanden flossen in die Metaanalyse ein, davon drei mit normotensiven Personen, zwei mit Bluthochdruck-Patienten, eine mit normotensiven und hypertensiven Probanden sowie eine mit Herzinsuffizienten.

Durch intensive Betreuung konnten die Studienteilnehmer ihre Salzaufnahme im Schnitt geringfügig um 27 bis 39 mmol/24 h senken. Nach mehr als sechs Monaten führte dies zu einer Reduktion des Blutdrucks um 1 bis 4 mmHg. Auf die Mortalität und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatte dies kaum Einfluss. Das relative Risiko für Tod durch alle Ursachen lag für die normotensiven Probanden bei 0,9 in der Salzrestriktionsgruppe im Vergleich zur Kontrolle, für die Hypertensiven bei 0,96. Für die Herz-Kreislauf-Mortalität lag das relative Risiko bei 0,71 für die normotesiven Probanden und bei 0,84 für die Bluthochdruck-Patienten. Bei den Herzinsuffizienz-Patienten erhöhte die Salzrestriktion die Gesamtmortalität sogar um das 2,6-Fache.

Experten bemängeln die geringe Aussagekraft der Metaanalyse: Die Probandenzahl sei zu gering, die Studienpopulation zu heterogen und die erzielte Salzreduktion zu gering. Taylor selbst gibt in der Publikation an, dass Daten von 18 000 Probanden nötig seien, um Gesundheitseffekte nachweisen zu können. Die Forscher fordern große, über einen langen Zeitraum angelegte Interventions-Studien, um die Wirkung von Salzrestriktion auf die Gesundheit abschließend zu klären. (ch)

06.07.2011 l PZ
Foto: Fotolia/Viktor
 

 

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