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Studenten: Immer mehr brauchen Psychopharmaka

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Studenten: Immer mehr brauchen Psychopharmaka
 


Immer mehr Studenten sind psychisch krank. Nach Angaben des aktuellen Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK) waren Psychopharmaka 2010 die am häufigsten an Hochschüler verschriebenen Arzneimittel. Allein in den vergangenen vier Jahren hat sich ihr Verordnungsanteil mehr als verdoppelt. Ähnlich sieht es bei den Diagnoseraten aus. Bei knapp 30 Prozent der Studentinnen zwischen 20 und 34 Jahren wurde 2009 mindestens einmal eine psychische Diagnose gestellt, bei den Männern war es immerhin jeder achte Student.

TK-Chef Norbert Klusen führte die Ergebnisse der Studie auf einen wachsenden Leistungsdruck im Studium zurück. «Wir erwarten derzeit sehr viel von der sogenannten Generation Praktikum», sagte Klusen bei der Vorstellung des Reports in Berlin. Auffallend ist, dass die Diagnoseraten bei den angehenden Akademikern zwischen 20 und 25 leicht unter denen gleichaltriger Beschäftigter liegen.

Junge Erwerbstätige in diesem Alter leiden demnach etwas häufiger unter psychischen Störungen als Studenten. Ab dem 26. Lebensjahr kehrt sich das Verhältnis jedoch um. «In diesem Alter wächst der Druck, das Studium zu beenden», sagte Heiko Schulz, Diplom-Psychologe bei der TK. Zudem müssten viele Studierende in dieser Altergruppe bereits Uni, Job und Familie miteinander vereinen.

Für die Studie hat die Techniker Krankenkasse Daten von insgesamt 135 000 TK-versicherten Studierenden zwischen 20 und 35 Jahren ausgewertet. (sch)

30.06.2011 l PZ
Foto: Fotolia/Scott Hancock
 

 

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