Honeywell
Forum-Institut

NEUE ARZNEISTOFFE

60 Magen-Darm-Mittel


Infliximab (Remicade® Trockenamp., Essex Pharma)

 

Infliximab ist der monoklonale TNF-a-Antikörper, der zugelassen wurde zur Behandlung eines schwergradigen aktiven Morbus Crohn und bei Crohn-Patienten mit Fisteln, die auf eine konventionelle Behandlung nicht ansprechen. Infliximab ist eine Chimäre: Sein konstanter Teil besteht aus einem menschlichen IgG1-Anteil, die variablen Regionen sind von einem Mausantikörper abgeleitet. Der Antikörper bindet hochselektiv den humanen Tumornekrosefaktor a (TNF). Als Folge werden die Freisetzung von pro-inflammatorischen Zytokinen wie Interleukin 1 und 8, die Expression von endothelialen Adhäsionsmolekülen und somit das Einwandern von Leukozyten verhindert. Außerdem fördert Infliximab eine Lyse von TNF-a-exprimierenden Zellen.

 

In einer 12-wöchigen doppelblinden Studie mit 108 Patienten mit moderatem bis schwerem Morbus Crohn wurden unterschiedliche Dosen Infliximab (5 mg, 10 mg oder 20 mg/kg KG) gegen Placebo geprüft. Durchschnittlich sprachen 64 Prozent der Patienten nach vier Wochen auf die einmalige Infusion an; in der Gruppe, die 5 mg Infliximab pro kg Körpergewicht erhalten hatte, waren es 81 Prozent; unter Placebo nur 17 Prozent. 48 Prozent erreichten eine Remission (4 Prozent unter Placebo). Der Effekt hielt bei knapp der Hälfte der Patienten zwölf Wochen an. In einer weiteren Studie erhielten 94 Crohn-Patienten mit abdominalen oder perianalen Fisteln drei Infusionen mit Infliximab oder Placebo. Bei 68 Prozent der Verumpatienten nahm die Zahl der sekretfördernden Fisteln um mindestens die Hälfte ab; bei 55 Prozent verschlossen sie sich komplett (unter Placebo bei 26 sowie 13 Prozent).

 

Der Erfolg hielt im Mittel über drei Monate an. Nebenwirkungen wurden bei 53 Prozent der Verumpatienten gegenüber 31 Prozent unter Placebo beobachtet. Häufig betroffen waren Respirationstrakt und Haut. Falls die Anzeichen und Symptome der Erkrankung wieder auftreten, kann Infliximab innerhalb von 14 Wochen nach der letzten Infusion wiederholt werden. Wegen einer möglichen verzögerten Überempfindlichkeitsreaktion wird die wiederholte Anwendung nach einem längerem arzneimittelfreien Intervall nicht empfohlen.


Social Bookmarking: Bookmark setzen bei: Mr. WongBookmark setzen bei: Del.icio.usBookmark setzen bei: FacebookBookmark setzen bei: studiVZ meinVZ schülerVZBookmark setzen bei: DiggBookmark setzen bei: GoogleBookmark setzen bei: YahooBookmark setzen bei: LinkarenaBookmark setzen bei: Favoriten
Zurück Nach oben
Nachrichten
Titel
Politik
Pharmazie
Medizin
Wirtschaft
Magazin
Campus
Startseite Kontakt/Abo Sitemap Impressum