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Rauchverbot senkt Zahl der Herzinfarkt-Toten

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Rauchverbot senkt Zahl der Herzinfarkt-Toten
 


Rauchverbote sind ein wirksames Mittel, um die Zahl der Herzinfarkt-Toten zu senken. Dies belegen erstmals Zahlen aus Niedersachsen. Seit der dortigen Einführung des Rauchverbots im August 2007 verringerte sich die Zahl der Herzinfarkt-Toten um 7 Prozent von 6220 im Jahr 2006 auf 5819 im Jahr 2009, teilte die Techniker Krankenkasse (TK) unter Bezug auf Daten des statistischen Landesamtes mit.

Die positive Entwicklung sei auf eine verbesserte Versorgung der Patienten, aber vor allem auf die Einführung des Rauchverbots zurückzuführen, sagte die TK-Niedersachsen-Chefin Sabine Voermans. «Das kommt vor allem den rund 66 000 Beschäftigten zugute, die in Niedersachsen in der Gastronomie arbeiten.» Für sie entfalle die Gefahr des Passiv-Rauchens.

«Insbesondere die starke Abnahme des Passiv-Rauchens durch das Verbot in öffentlichen Gebäuden und Gaststätten war für den Rückgang entscheidend», sagte der Direktor der Klinik für Herzchirurgie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), Axel Haverich. «Dies wissen wir sehr genau aus Studien in Schottland, wo dieser Effekt in großen Studien belegt werden konnte.»

Von vielen werde das Rauchen vor allem mit Lungenkrebs in Verbindung gebracht, doch auch Herz und Kreislauf würden nachhaltig angegriffen, sagte der Direktor der Kardiologie des Klinikums Oldenburg, Professor Dr. Albrecht Elsässer. «Durch das Rauche kommt es zu einer verfrühten Alterung und Degeneration der Blutgefäße.» Wichtig sei, auf Anzeichen eines möglichen Herzinfarkts wie Engegefühl und Schmerzen in der Brust schnell zu reagieren. Wer Symptome bei sich feststelle, solle nicht lange zögern sondern schnell den Notarzt rufen oder sich in eine Klinik bringen lassen.

28.01.2011 l PZ/dpa
Foto: Fotolia/Klepper
 

 

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