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Großhandel: Apotheker müssen hart verhandeln

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Großhandel: Apotheker müssen hart verhandeln
 


Die Befürchtungen der Apotheker sind wahr geworden. Der pharmazeutische Großhandel wälzt seine Belastung durch das AMNOG vollständig auf die Apotheken ab. Zum Teil werden die Konditionen stärker gekürzt als es der Abschlag von 0,85 Prozent hergibt. Im nächsten Jahr könnte es sogar noch schlimmer kommen, warnt Betriebswirt Dr. Wolfgang Franzen. Wenn sich der Großhandel mit der Auffassung durchsetzt, dass der Fixanteil von 70 Cent nicht rabattierbar ist, dann würden die Verluste der Apotheker noch deutlich steigen, sagte er bei einer Informationsveranstaltung zum Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) im saarländischen Eppelborn.

Franzen rechnet für dieses Jahr mit einem Rückgang des Betriebsergebnisses einer durchschnittlichen Apotheke um rund 20 000 Euro, wobei dies stark vom Anteil rezeptpflichtiger Arzneimittel abhängt. Im kommenden Jahr könnte der Rückgang weitere 10 000 Euro betragen. Wenn nämlich der Großhandelsfixzuschlag im Jahr 2012 grundsätzlich umgestellt wird und der Fixzuschlag von 70 Cent grundsätzlich nicht rabattiert werde, dann blieben als Verhandlungsmasse allein die 3,15 Prozent preisabhängige Marge. Dies hätte zur Folge, dass der Großhandel insgesamt sogar noch besser dastünde als vor dem AMNOG. Franzen empfahl den Apothekern, hart mit dem Grossisten zu verhandeln. Es stehe nicht im Gesetz, dass der Fixzuschlag sakrosankt sei. Zudem kürze der Großhandel schon in diesem Jahr die Konditionen über das gesamte Rx-Sortiment, obwohl etwa die Lifestyle-Medikamente überhaupt nicht erstattungsfähig seien. (dr)

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21.01.2011 l PZ
Foto: Celesio
 

 

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