Die Zeitschrift der deutschen Apotheker

 

Pharmazeutische Zeitung

 

PTA-Forum

 

PZ-Akademie

 

DAC/NRF

 












DIREKT ZU

 


NACHRICHTEN

 
USA: Gesundheitsreform krankt weiter
 
USA: Gesundheitsreform krankt weiterDas US-Abgeordnetenhaus hat erwartungsgemäß für die Rücknahme der Gesundheitsreform gestimmt, der bisher größten innenpolitischen Errungenschaft von US-Präsident Barack Obama. Allerdings hat das Votum höchstwahrscheinlich nur eine symbolische Bedeutung. Im Abgeordnetenhaus haben die Republikaner bei der Kongresswahl im November eine satte Mehrheit erobert, aber den Senat kontrollieren weiter Obamas Demokraten, wenn auch mit knappem Vorsprung. Bei Gesetzesvorhaben ist die Zustimmung beider Kammern nötig.

Die Entscheidung für die Aufhebung des Reformwerks fiel weitgehend entlang der Parteilinien: 245 Abgeordnete waren dafür, 189 dagegen. Drei Demokraten schlugen sich auf die Seite der Konservativen. Die Republikaner hatten im Kongresswahlkampf versprochen, alles Mögliche zu tun, um die Reform zu kippen. Unter anderem argumentieren sie, dass das Gesetz der Regierung zu große staatliche Einmischung in die Gesundheitsfürsorge ermögliche. Außerdem werde das Staatsdefizit durch die Reform um weitere Dutzende Milliarden Dollar aufgeblasen. Obama und seine Demokraten weisen das zurück.

Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, hat bereits betont, dass er keine Pläne habe, über eine Aufhebung der Gesundheitsreform abstimmen zu lassen. Außerdem gilt es als sicher, dass Obama sein Veto einlegen würde, sollte wider aller Erwartung auch der Senat für eine Rücknahme votieren und dem Präsidenten dann das entsprechende Gesetz zur Unterschrift zugeleitet werden.

Führende Republikaner kündigten dennoch «massiven Druck» an, um eine Abstimmung auch im Senat durchzusetzen, selbst wenn der Vorstoß dort scheitern würde. Parallel dazu wollen sie an einer Gesetzesvorlage arbeiten, die auf die Streichung wichtiger Punkte der Reform abzielt, etwa die zwingende Verpflichtung für fast alle Amerikaner, sich versichern zu lassen.

21.01.2011 l dpa
Foto: Fotolia/Anna
 

 

Das könnte Sie auch interessieren

 

 

Weitere Nachrichten

 

Stiftung Warentest: Apothekenberatung gut bis ausreichend

Die Stiftung Warentest hat mal wieder stichprobenartig die Beratung in Apotheken überprüft. Die Ergebnisse erscheinen heute im Magazin...

Pflege: Verband will vors Verfassungsgericht ziehen

Der Sozialverband VdK will wegen «grundrechtswidriger Zustände» im deutschen Pflegesystem das Bundesverfassungsgericht anrufen. Mit zehn...

Novartis: Erstes Quartal mit dickem Plus

Hohe Nachfrage aus den Schwellenländern und der Verkauf des Bluttransfusionsgeschäfts haben dem schweizerischen Pharmakonzern Novartis im...

Tamiflu: Linke wollen Einlagerung stoppen

Nach der ernüchternden Bewertung der Grippemittel Tamiflu und Relenza durch die renommierte Cochrane Collaboration fordert die Linkspartei,...

 
 

Kardiologe: Gesundheit sollte Schulfach werden
Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK), Prof. Dr. Christian W. Hamm, hat mehr gesundheitliche Aufklärung an den...

USA: Erster Antikörper gegen Magenkrebs
In den USA ist erstmals ein monoklonaler Antikörper zur Behandlung von fortgeschrittenem oder metastasenbildendem Magenkrebs zugelassen...

Masern: Spezifischer Polymerasehemmer in Entwicklung
Im Tierversuch haben Wissenschaftler eine neue Substanz erfolgreich gegen ein Virus getestet, das dem Masernerreger ähnelt. Der...

Forschung: Internisten beklagen Geldknappheit
Die Universitätskliniken in Deutschland bekommen nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) zu wenig Geld für...

Studienergebnisse: Darauf sollten Sie achten
Die Aussagekraft von Arzneimittelstudien zu Wirksamkeit und Verträglichkeit hängt maßgeblich von ihrem Design ab. Der aktuelle...

Palliativmedizin: Studien ignorieren Nutzen für Patienten
In Studien mit Krebspatienten im Endstadium wird nach Ansicht des IQWiGs zu wenig Wert auf den tatsächlichen Nutzen einer Chemo- oder...

vfa: Impfstoff-Ausschreibungen überprüfen
Rabattverträge im Impfstoffbereich stehen zunehmend in der Kritik. Auch der Verband der forschenden Pharmaunternehmen (vfa) fordert die...

Alkohol und Tabak: verharmloste Suchtmittel
Alkohol- und Tabakkonsum wird in Deutschland noch immer verharmlost. Das beklagte Raphael Gaßmann von der Hauptstelle für Suchtfragen (DHS)...

Masern & Co: Impflücken schließen!
Zum Auftakt der Europäischen Impfwoche rufen die Gesundheitsbehörden alle Erwachsenen auf, ihre Kinder impfen zu lassen und ihren eigenen...

Saudi-Arabien: Corona-Virus breitet sich aus
Das gefährliche Coronavirus MERS breitet sich in Saudi-Arabien weiter aus. Wie das dortige Gesundheitsministerium heute mitteilte, starben...

Noch mehr Meldungen...