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Schiedsstelle: Abschlag soll schneller feststehen
 
Schiedsstelle: Abschlag soll schneller feststehenEntscheidungen der Schiedsstelle zur Festlegung des Apothekenabschlags an die Krankenkassen müssen in Zukunft sofort vollzogen werden. Dies teilte der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), Fritz Becker, bei einer Veranstaltung der saarländischen Apothekerkammer in Eppelborn mit. Damit dürfte das Gezerre um den Apothekenabschlag für 2010 ein schnelleres Ende finden als im Vorjahr. Die Änderung ist im Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts (AMNOG) festgelegt.

Da sich der DAV und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung 2010 wie bereits 2009 nicht auf die Höhe des Zwangsrabattes der Apotheken an die Krankenkassen einigen konnten, muss erneut die Schiedsstelle über die Abschlagshöhe entscheiden. Sie ist mit jeweils fünf Vertretern von Apothekern und Kassen besetzt. Hinzu kommen drei neutrale Experten. Die Leitung hat erneut der ehemalige Chef des Bundesversicherungsamts Rainer Daubenbüchel inne.

Im Jahr 2009 war das Ergebnis der Schiedsstelle für die Apotheker recht erfreulich. Der Kassenabschlag wurde von 2,30 auf 1,75 Euro gesenkt. Allerdings fochten die Kassen diese Entscheidung an und wollten bis zur Entscheidung weiter 2,30 Euro einbehalten. Erst nach einigen Wochen konnte der DAV vor Gericht durchsetzen, dass die Kassen nur den niedrigeren Abschlag abziehen dürfen. Eine endgültige Entscheidung über die Klage der Kassen steht allerdings immer noch aus.

In diesem Jahr wird es anders laufen. Die Schiedsstellenentscheidung muss sofort umgesetzt werden. Klagen gegen die Entscheidung haben keine aufschiebende Wirkung mehr. Eine Prognose über den Schiedsspruch wollte Becker nicht abgeben. Nach seiner Berechnung müsste das Ergebnis jedoch unter 1,75 Euro liegen. Die Belastungen für die Apotheker sei 2010 höher gewesen als 2009. Deshalb müsse der Abschlag weiter sinken. Naturgemäß sehen die Kassen dies vollkommen anders. (db)

20.01.2011 l PZ
Foto: Fotolia/Contrastwerkstatt
 

 

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