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Rote-Hand-Brief: Cidofovir-Gebrauch mit schweren Folgen













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Rote-Hand-Brief: Cidofovir-Gebrauch mit schweren Folgen
 


Eine nicht sachgemäße Anwendung des intravenösen Arzneimittels Vistide® (Wirkstoff Cidofovir) außerhalb der Zulassung kann zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen. Wie Hersteller Gilead informiert, wurde das antivirale Mittel in der Vergangenheit zunehmend für nicht zugelassene Anwendungsgebiete und ungeprüfte Applikationsarten verwendet. Das intravenös zu applizierende Arzneimittel enthält das Cytidin-Analogon Cidofovir. Es ist zugelassen zur Behandlung einer Cytomegalie-Virus-Renitis bei erwachsenen Aids-Patienten ohne renale Dysfunktion. Nur für diese Indikation und Applikationsart sei die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit belegt. Für andere Virusinfektion ist das Arzneimittel nicht zugelassen und geprüft.

Die überwiegende Mehrheit der 46 Meldungen zu unerwünschten Arzneimitteln bezog sich auf Anwendungen außerhalb des zugelassenen Anwendungsgebiet oder -art. Bei Off-Label-Gebrauch traten vermehrt unerwünschte Wirkungen Neutropenie und toxische Wirkungen am Auge auf. Bei topischer Anwendung in Form von Salben oder Cremes kam es zu schweren Erythemen, schmerzhaften Erosionen und Nephropathien. In einigen Fällen, einschließlich der Behandlung schwerwiegender und potenziell lebensbedrohlicher Viruserkrankungen, habe eine mangelnde Wirkung sogar zum Tode geführt. (db)

Zum Rote-Hand-Brief

12.01.2011 l PZ
Foto: DAK/Wigger (Symbolbild)
 

 

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