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Vitamin D beschleunigt Heilung bei Tuberkulose













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Vitamin D beschleunigt Heilung bei Tuberkulose
 


Nehmen Patienten mit Lungentuberkulose zusätzlich zur Behandlung mit Antibiotika Vitamin D in hohen Dosen ein, kann das die Heilung der Tuberkulose beschleunigen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die britische Forscher in der Fachzeitschrift «The Lancet» publiziert haben. Der Therapieansatz ist nicht neu: Bevor wirksame Tuberkulostatika zur Verfügung standen, wurde Vitamin D in hohen Dosen zur Behandlung der Tuberkulose eingesetzt. Der positive Effekt der zusätzlichen Vitamin-Einnahme zeigte sich in der vorliegenden Studie aber nur bei Patienten mit einem bestimmten Genotyp des Vitamin-D-Rezeptorgens (TaqI), den nur jeder zehnte untersuchte Patient aufwies.

Im Rahmen der Studie erhielten 126 Patienten mit Lungentuberkulose zusätzlich zur Standardtherapie mit Antibiotika entweder viermal 2,5 mg Vitamin D im Abstand von je zwei Wochen oder Placebo. Nach durchschnittlich sechs Wochen (43,5 Tagen) waren bei den Patienten ohne zusätzliche Vitamin-D-Supplementation keine Tuberkulose-Erreger mehr im Sputum nachweisbar. Bei den Patienten, die zusätzlich Vitamin D erhielten, war das im Schnitt schon nach fünf Wochen (36 Tagen) der Fall. Allerdings profitierten nur Patienten mit TaqI-Genotyp des Vitamin-D-Rezeptors von der Vitamin-D-Einnahme. Bei den anderen Patienten hatte das Vitamin keinen heilungsbeschleunigenden Effekt.

Bemerkenswert ist ein weiteres Ergebnis: Zu Studienbeginn hatten 122 der 126 Patienten (97 Prozent) zu niedrige Vitamin-D-Werte. Laut den Autoren der Studie ist das ein Problem, das viele Tuberkulosepatienten betrifft, sei es wegen mangelnder UV-Strahlung in Großbritannien oder aufgrund von Vitamin-D-armer Ernährung. Eine weitere Möglichkeit bestehe darin, dass die Erkrankung selbst über einen bislang ungeklärten Mechanismus einen Vitamin-D-Mangel auslöst. (am)

doi: 10.1016/S0140-6736(10)61889-2

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07.01.2011 l PZ
Foto: Fotolia/Thompson
 

 

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