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Neue Packungsgrößen: Pro Generika fürchtet Chaos













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Neue Packungsgrößen: Pro Generika fürchtet Chaos
 


Als Verordnung zum Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts (AMNOG) tritt am 1. Januar 2011 eine neue Packungsgrößenverordnung in Kraft. Damit ändern sich auch die Austauschmöglichkeiten unter Rabattverträgen und Aut-idem-Regelung. Bislang galt, dass zwei Packungen die exakt gleiche Anzahl an Tabletten haben müssen, um sie untereinander austauschen zu können. Künftig orientiert sich der Austausch an den N-Größen, unabhängig von der tatsächlichen Anzahl der einzelnen Tabletten. Auslöser der Reform war laut Branchenverband «Pro Generika» ein Arzneimittel mit 98 Tabletten. «Um die Probleme mit nur einem einzigen Produkt zu lösen, muss jetzt eine Vielzahl von Arzneimittelpackungen umgestellt werden», kritisiert der Verband in einer Pressemitteilung. Bis zum 1. Januar und auch nicht bis zum Ende der Übergangsfrist am 30. Juni 2011 sei kein Hersteller in der Lage, seine Packungen an die neuen Regelungen anzupassen. Der Verband warnte vor einem Chaos zum Jahreswechsel, da nicht rechtssicher geregelt sei, welche Packungen nach dem 1. Januar 2011 überhaupt noch zulasten der Krankenkassen verordnet und in Apotheken abgegeben werden dürfen. Genauso unklar sei, ob die bestehenden Rabattverträge mit den alten Packungen weiterhin rechtlichen Bestand haben. Offene Fragen solle das Bundesgesundheitsministerium schnellst möglich klären. Inwieweit die Befürchtungen des Verbands berechtigt sind, wird sich zum Jahreswechsel zeigen. (db)

21.12.2010 l PZ
Foto: Fotolia/Dinostock
 

 

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