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Asthmasprays: Atemtechnik hängt vom Präparat ab












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Asthmasprays: Atemtechnik hängt vom Präparat ab
 


Knapp sechs Millionen gesetzlich Versicherte haben im vergangenen Jahr ein Medikament zum Einatmen gegen Asthma und andere Lungenerkrankungen verordnet bekommen. Das ermittelte das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut (DAPI). «Vier von fünf Patienten wenden inhalative Arzneimittel falsch an», so Apotheker Dr. Wolfgang Kircher, Mitglied der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). «Im Lauf einer  jahrelangen Therapie können sich leicht Fehler einschleichen. Aber bereits ein einmaliges strukturiertes Beratungsgespräch des Apothekers kann die Fehlerquote deutlich senken und so die Therapie verbessern.» Die richtige Inhalationstechnik hängt vom verwendeten Präparatetyp ab. Treibgasgefüllte Dosieraerosolen funktionieren wie kleine Spraydosen. Bei Pulverinhalatoren wird dagegen die Wirkstoffabgabe durch den Atemzug ausgelöst.

Viele Dosieraerosole sollen vor der Inhalation kräftig geschüttelt werden. Das Mundstück muss bei der Inhalation nach unten zeigen, es wird mit den Lippen fest umschlossen. Der Kopf wird leicht zurückgeneigt, das begradigt die Atemwege, und der Wirkstoff gelangt leichter bis in die Bronchien. Auch sollte das Mundstück des Dosieraerosols regelmäßig gereinigt werden, um ein Verkleben des Ventils zu vermeiden. Bei Dosieraerosolen sollten Patienten langsam tief einatmen und den Atem anschließend etwa zehn Sekunden lang anhalten. Bei Pulverinhalatoren sollte hingegen das Einatmen nicht langsam, sondern schnell und kräftig sein. So wird der notwendige Atemstrom aufgebaut, damit die Pulverpartikel in sehr kleiner Form in die Lunge gelangen. Für Kinder unter sechs Jahren sind Pulverinhalatoren nicht geeignet. Die korrekte Anwendung eines Pulverinhalators ist vom verwendeten Gerätetyp abhängig. Der Apotheker berät seine Patienten gern individuell.

07.12.2010 l PZ/ABDA
Foto: Fotolia/UMA
 

 

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