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AOK: Abfindungen für Arztpraxen in Städten













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AOK: Abfindungen für Arztpraxen in Städten
 


In Deutschland gibt es nach Meinung der AOK zu viele Ärzte. Der Mangel in den ländlichen Gebieten sei ein Verteilungsproblem. Die Zahl der Ärzte in Städten soll nach einem Vorschlag der AOK mittels Abfindungen verringert werden. Für den Abbau des Ärztemangels auf dem Land könnte es dann mehr Geld geben. «Das Ziel sollte sein, die Zahl der Praxen in überversorgten Gebieten langfristig zu verringern», sagte der Vorsitzende des AOK-Bundesverbands, Herbert Reichelt, der Zeitung «Welt» vom Montag. Ärzte sollten dabei nicht enteignet werden. «Ich könnte mir aber vorstellen, dass Ärzte, die in überversorgten Gebieten aus Altersgründen aufhören, eine Art Abfindung für ihre Praxis bekommen», sagte Reichelt. Heute sähen Ärzte den Praxisverkauf an Nachfolger als Baustein der Altersversorgung. Abfindungen könnten aus dem bestehenden Ärzte-Honorar finanziert werden. «Wir zahlen die Überversorgung mit dem Geld, das wir brauchen, um die Bevölkerung auf dem Land zu versorgen», sagte der Krankenkassenchef. Gegen Ärztemangel auf dem Land sollten auch besonders ausgebildete Gemeindeschwestern im Auftrag von Ärzten Hausbesuche machen können. Wo Fachärzte fehlen, sollten zudem stärker Krankenhäuser einspringen.

06.12.2010 l PZ/dpa
Foto: Fotolia/Elnur
 

 

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