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Autismus: Gestörte Mitochondrien

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Autismus: Gestörte Mitochondrien
 


Kinder mit Autismus scheinen häufiger eine eingeschränkte Funktion der Mitochondrien aufzuweisen als Kinder, die sich normal entwickeln. Darauf deutet eine kleine Studie kalifornischer Wissenschaftler hin, die ihre Ergebnisse im Fachjournal «JAMA» veröffentlicht haben. Das Team um Cecilia Giulivi verglich die Mitochondrien der Lymphozyten von zehn Kindern im Alter von zwei bis fünf Jahren, die einen voll ausgeprägten Autismus zeigten, mit denen von zehn gesunden Kindern. Bei den autistischen Kindern war der Sauerstoffverbrauch der Mitochondrien gestört und der oxidative Stress höher. Bei sieben autistischen Kindern fanden die Forscher zudem eine beschädigte oder überreplizierte Mitochondrien-DNA. Ihre Hypothese lautet, dass die Mitochondrien aufgrund der Veränderungen weniger Energie zur Verfügung stellen können, die wiederum wichtig für die Hirnentwicklung ist. Ob die Mitochondrien-Dysfunktion Symptom oder Auslöser von Autismus ist, bleibt unklar.

doi: 10.1001/jama.2010.170

03.12.2010 l PZ
Foto: Fotolia/kfleen
 

 

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