Dresdner Wissenschaftler haben junge Immunzellen gefunden, die Typ-1-Diabetes in die Schranken weisen könnten. Ausgereift könnten sie die Zerstörung Insulin-produzierender Zellen in der Bauchspeicheldrüse durch das eigene Immunsystem unterdrücken, teilte das DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD) mit. Die in der aktuellen Ausgabe des «Journal of Experimental Medicine» veröffentlichten Ergebnisse böten neue Ansätze für Therapien der Autoimmunerkrankung (doi: 10.1084/jem.20100045).
Bisher wurde angenommen, dass die regulatorischen T-Zellen (Treg) ausschließlich in einem bestimmten lymphatischen Organ, dem Thymus, entstehen. Dieser bilde sich aber während der Alterung des Organismus stetig zurück, sodass die Treg-Zellen abnehmen, hieß es. Das Forscherteam habe nun junge Treg-Zellen außerhalb des Thymus in Lymphknoten entdeckt. Sie prägten nach ihrer Reifung die Fähigkeit aus, zerstörerische Zellen des Immunsystems zu hemmen. «Sie tragen unabhängig vom Alter maßgeblich zur Gesamtpopulation von Treg-Zellen im gesunden Organismus bei», sagte Teamleiter Karsten Kretschmer. Die Erhöhung der Zahl von Treg-Zellen gilt als vielversprechender Ansatz zur Vorbeugung und Behandlung bisher unheilbarer Autoimmunerkrankungen. Die Dresdner Immunologen wollen nun untersuchen, ob die Erkenntnisse für andere Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose oder Rheuma anwendbar sind.
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08.07.2010 l dpa
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