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Protestaktion gegen Homöopathie

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Protestaktion gegen Homöopathie


PZ / In Großbritannien haben Homöopathie-Gegner vor mehreren Filialen der Apothekenkette Boots protestiert. Das Unternehmen verkauft homöopathische Arzneimittel, obwohl die Geschäftsführung selber nicht an die Wirkung dieser Präparate glaubt.

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Publikumswirksam nahmen die Protestanten große Mengen an Globuli, zum Beispiel Arsenicum album, ein, um damit deren Wirkungslosigkeit zu demonstrieren. In Anlehnung an die Avogadro-Konstante haben die Protestanten ihre Kampagne 10 hoch 23 genannt.




Foto: ten23campaign


Sie verlangen, dass Boots die Mittel aus dem Sortiment nimmt. Jährlich gebe das staatliche Gesundheitssystem NHS etwa vier Millionen Pfund für Homöopathika aus. Dieses Geld könne besser investiert werden, da die Homöopathie eine »unwissenschaftliche und absurde Pseudo-Wissenschaft« sei.

 

Boots erklärte in einer Stellungnahme, dass die Homöopathie sowohl vom NHS als auch von vielen Medizinern und Patienten anerkannt sei. Man unterstütze aber den Aufruf nach mehr Forschung und der Sammlung von Wirksamkeitsnachweisen der Homöopathie.

 

Auch hierzulande ist nicht jeder vom Nutzen der Homöopathika überzeugt. Im Handelsblatt spricht sich Axel Meyer, Professor für Evolutionsbiologie an der Universität Konstanz, für die »Abschaffung der Bezahlung homöopathischen Unsinns« in Deutschland aus. Man konnte laut Meyer wissenschaftlich bisher keine Wirkung durch Homöopathie nachweisen. Ergo gehöre sie als Leistung der Krankenkassen abgeschafft. / 


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Beitrag erschienen in Ausgabe 06/2010

 

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