Zuwachs für Statin-Familie

Ab heute ist mit Rosuvastatin ein weiteres Statin auf dem deutschen Markt verfügbar. In weltweit mehr als 70 Ländern, unter anderem auch in Österreich und der Schweiz, ist dieser CSE-Hemmer (Cholesterin-Synthese-Enzym-Hemmer) schon seit Längerem im Handel und damit kein Unbekannter. Die empfohlene Anfangsdosis von Rosuvastatin (Crestor® Filmtabletten, AstraZeneca) beträgt einmal täglich 5 oder 10 mg Rosuvastatin. Bei der Wahl der Dosis berücksichtigt der Arzt die patientenindividuellen Cholesterolwerte, das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sowie das potenzielle Nebenwirkungsrisiko. Falls erforderlich, kann eine Dosisanpassung auf die nächsthöhere Dosis nach vier Wochen erfolgen. Patienten können die Filmtabletten mit oder ohne eine Mahlzeit zu jeder Tageszeit einnehmen.
Wie bei anderen Statinen, kann es unter Rosuvastatin in seltenen Fällen zur Rhabdomyolyse kommen. Deshalb ist es ratsam, Patienten, die Rosuvastatin einnehmen, aufzufordern, unverzüglich einen Arzt aufzusuchen, wenn Muskelschmerzen aus ungeklärter Ursache, Muskelschwäche oder Krämpfe der Skelettmuskulatur auftreten. Das gilt vor allem, wenn diese mit Unwohlsein und Fieber einhergehen. Das Risiko von Muskelbeschwerden steigt, wenn gleichzeitig Wirkstoffe wie Gemfibrozil, Fenofibrat, andere Fibrate oder lipidsenkende Dosierungen von Nicotinsäure zum Einsatz kommen. Kontraindikationen bestehen unter anderem bei Schwangeren und Stillenden sowie bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen oder aktiver Lebererkrankung. (ss)
15.01.2009 l PZ
Foto: ABDA 
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