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Politur für Pharmakonzerne

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Imagekampagne

Politur für Pharmakonzerne

von Thomas Bellartz, Berlin

Keine Mühen und auch keine Kosten scheut die pharmazeutische Großindustrie, um ihr Image aufzupolieren. Mit einer millionenschweren Kampagne sollen Gesunde wie Kranke über die Vorzüge der Branche informiert werden.

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„Forschung ist die beste Medizin“ lautet die simple Botschaft der umfassenden Informationskampagne, die der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) am Montag in Berlin vorstellte. Die Branche wolle ihre Leistungen für die Linderung, Vorbeugung und Heilung von Krankheiten sowie für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Deutschland anschaulicher darstellen, erklärte der VFA-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Barner. Er will, dass die Bevölkerung mehr über die Pharmabranche erfahre "und zwar aus erster Hand".

Im Mittelpunkt der Kampagne stehe die Arbeit der Forscher und Entwickler in den Arzneimittelunternehmen. "Wir wollen zeigen, dass unsere Innovationen von heute und unsere Forschung für morgen maßgeblich sind für die Gesundheit der Menschen in unserem Land, aber auch für künftigen Wohlstand und für Arbeit", sagte Barner. Die Forschungsanstrengungen der Branche seien unabdingbar für medizinische Erfolge - nicht zuletzt bei den schweren und lebensbedrohlichen Erkrankungen.

Barner verwies darauf, dass die Ausgaben der VFA-Mitgliedsunternehmen für Forschung und Entwicklung im Jahr 2004 in Deutschland auf 3,8 Milliarden Euro gestiegen seien - Tag für Tag rund 10 Millionen Euro. "Mit rund 15 Prozent des Umsatzes liegen wir damit im Branchenvergleich an der Spitze", so Barner. 14 500 der insgesamt 85 000 Mitarbeiter der VFA-Mitgliedsunternehmen seien in Forschung und Entwicklung tätig.

Die Informationskampagne sei bis Ende 2006 angelegt, sagte Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des VFA. Sie sei in Zusammenarbeit mit der Berliner Agentur Scholz & Friends entstanden. Geplant seien neben Anzeigen und Fernsehspots, die am Montag erstmals öffentlich vorgestellt wurden, öffentliche Diskussionen und Informationsveranstaltungen in ganz Deutschland zu Gesundheitsthemen. Des Weiteren gebe es unter www.arzneimittelforscher.de ein neues Angebot im Internet, das Fakten zur Arzneimittelforschung biete, die Arbeit der Arzneimittelforscher anschaulich erläutere sowie über Aktuelles im Rahmen der Informationskampagne berichte.

Nach PZ-Informationen sollen die Kosten für die Kampagne mehr als 10 Millionen Euro betragen. Top

© 2004 GOVI-Verlag
E-Mail: redaktion@govi.de


Beitrag erschienen in Ausgabe 24/2004

 

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