Govi-Verlag
Mylan dura

NEUE ARZNEISTOFFE

61 Migränemittel


Eletriptan Relpax® Filmtabletten ( Pfizer); Bayer Vital)

 

 

Seit Mitte Februar 2002 steht mit Eletriptan der sieben Vertreter aus der Gruppe der Triptane zur Verfügung. Die Filmtabletten mit 20 und 40 mg sind zur Therapie akuter Kopfschmerzen bei Migräneanfällen mit und ohne Aura zugelassen. Wie die Vergleichssubstanzen wirkt der Arzneistoff als Agonist an den Serotonin-Rezeptoren vom Typ 1B in kranialen Gefäßen sowie vom Typ 1D in nozizeptiven Fasern des peripheren Nervus trigeminus.

 

Der Arzneistoff ist sehr lipophil und überwindet damit besser die Blut-Hirn-Schranke. Eletriptan hat mit 50 Prozent eine relativ hohe Bioverfügbarkeit. Maximale Plasmakonzentrationen werden nach rund einer Stunde erreicht. Die Dosis-Wirkungsbeziehung verläuft linear. Die Plasmahalbwertszeit liegt bei vier Stunden.

 

In einer doppelblinden placebokontrollierten Multicenterstudie mit 1151 Patienten linderten Einzeldosen von 40 und 80 mg Eletriptan innerhalb von zwei Stunden nach Einnahme effektiv den Migräneschmerz. 80 mg des neuen Triptans halfen zudem in einer placebokontrollierten doppelblinden Vergleichsstudie mit 692 Patienten sowohl nach einer als auch zwei Stunden signifikant besser gegen den Kopfschmerz als 100 mg Sumatriptan.

 

Erst kürzlich wurde eine Essener Studie publiziert, die die Migränetherapie mit Eletriptan und Ergotamin plus Coffein vergleicht. Hierbei schnitt das neue Triptan in allen Bewertungskriterien, unter anderem Ansprechrate und Wiederkehrrate des Kopfschmerzes, in beiden Dosierungen besser ab. Allerdings gelten die Ergotamine inzwischen auf Grund der schlechten Datenlage nicht mehr als Präparate der ersten Wahl.

 

Wissenschaftler der Universität Leiden haben eine Metaanalyse veröffentlicht, die die Daten zur Wirksamkeit verschiedener Triptane aus insgesamt 53 Studien vergleicht. Fazit: Sämtliche peroral verfügbaren Triptane wirken vergleichbar effektiv und werden gut vertragen. 10 mg Rizatriptan, 80 mg Eletriptan und 12,5 mg Almotriptan versprechen allerdings die höchsten Chancen eines dauerhaften Therapieerfolgs.

 

Bei einem Anfall empfiehlt der Hersteller eine Initialdosis von 40 mg. Nur wenn diese nicht anspricht, der Migräniker das Arzneimittel aber gut verträgt, sollte beim nächsten Anfall die Einzeldosis auf 80 mg erhöht werden. Patienten im Alter über 65 Jahren und Kinder unter 17 Jahren sollten Eletriptan auf Grund mangelnder Erfahrungen nicht anwenden. Kontraindiziert ist das Triptan zudem bei Patienten mit schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen, mittelschwerer bis schwerer Hypertonie, koronaren Herzkrankheiten, peripheren Gefäßerkrankungen und ischämischen Anämien in der Vorgeschichte.wird.


Social Bookmarking: Bookmark setzen bei: Mr. WongBookmark setzen bei: Del.icio.usBookmark setzen bei: FacebookBookmark setzen bei: studiVZ meinVZ schülerVZBookmark setzen bei: DiggBookmark setzen bei: GoogleBookmark setzen bei: YahooBookmark setzen bei: LinkarenaBookmark setzen bei: Favoriten
Zurück Nach oben
Startseite Kontakt Sitemap Impressum